03.06.2006

Olfen

Matthes Kersting - Christian Zimmer - Dieter Schlierkamp - Sabine Kersting - Martin Hagedorn

Jo, wer hätte das gedacht? Nachdem wir vorher mit den Veranstaltern alles besprochen hatten, kam dann doch alles wieder ganz anders. Auf der Bühne stand noch ein Flügel, den wir mit vielen Händen noch durchs Olfonium zu schieben hatten. Und zur besten Soundcheck-Zeit um 18:00 fiel den Veranstaltern auf, dass mit nicht ganz 2 Kisten Bier der Abend wohl nicht zu gestalten sein dürfte. Da musste der Bandcaddy herhalten, und statt Klampfen zu stimmen und Mikros zu checken wurde eine Wagenladung Bier geholt.

 

Aber wofür gibt's Verträge? Da stand ja drin, dass die Bühne frei sein muss. Ebenso, wie die Band freizuhalten ist, was Speisen und Getränke betrifft. Darum gab's ja auf Nachfrage auch einen Kaffee mit Plätzchen. Was natürlich nicht satt macht, also geht's anschließend auf eigene Kosten zu Pommes-Heinz, da wo die Currywurst noch ganz bleibt. Und als die Band um kurz nach Acht wieder eintrifft, sitzen auch schon so einige auf den an den Wänden verteilten Kinostühlen. Oha, schwere Geburt das Ganze...

Ja, und wie es dann manchmal so läuft, was dann passiert, weiß vorher niemand. Wenn es vorher für so etwas eine Prognose gäbe, würde die auch keiner bestätigen. Es ist jedenfalls so gelaufen, dass es nach den ersten Titeln seitens des Publikums keinerlei Anstalten gab, näher zur Bühne zu kommen, oder geschweige denn zu tanzen. Da macht die Band das eben selbst. Platz genug ist ja vor der Bühne, also tanzt man halt mit der Klampfe und dem ein- oder anderen Gast.

 

  Und in Olfen ist die Band auch nicht zum ersten mal. Das Olfener Publikum ist schon begeisterungsfähig, man denke nur an den Karneval. Und auch hier und heute hat es dann auch gefunkt. Immer mehr wird gewippt und gelacht, und die Party konnte dann auch beizeiten starten. Das war aber eine, die sich gewaschen hatte. Spätestens nach dem  bejubelten Trommelsolo auf der Bumsmaschine wurde jeder anschließende Titel richtiggehend abgefeiert. Richtig frenetischen Jubel gab's in Olfen. Und alle, die im Olfonium waren, blieben bis zuletzt, und niemand wollte darauf verzichten, sich in die Polonaise einzureihen, die durch das ganze Haus rollte.

 

 

 Da muss man schon wieder von einem echten Highlight sprechen. Auch die Veranstalter selbst tanzten begeistert mit. Anschließend gab's für jeden Plattrocker sogar eine Rose. Und ohne das Versprechen, möglichst bald wieder ins Olfonium zu kommen, durfte keiner der Musiker die Bühne verlassen.

 

 Daran soll's nicht scheitern. Bei so netten Veranstaltern und einem so begeisterungsfähigen Publikum macht es immer wieder Spaß, nach Olfen zurückzukommen. Selbst die Presse ist bis zuletzt geblieben und konnte so in professionellen Worten wiedergeben, was an diesem besonderen Abend in Olfen stattgefunden hat. Dieser schöne Artikel kann hier nachgelesen werden.